ALONDRA INSTITUTE - Ort der multikulturellen Begegnung

Dialog ist nicht genug – Begegnungen entscheiden”

(Anna Lindh, schwedische Politikerin, 1957 - 2003 )

Das ALONDRA INSTITUTE fördert multikulturelle Begegnungen zwischen Kulturschaffenden aus islamisch und christlich geprägten Ländern.

 

Viele Menschen aus Nordafrika, dem Nahen und dem Mittleren Osten leben als Migranten oder als Flüchtlinge in Europa. Angesichts der gewalttätigen Auseinandersetzungen  unter der Flagge des Islam wachsen hierzulande Vorurteile. Literatur und Kunst sind Mittel der Verständigung und der Differenzierung.

Als Brücke zwischen den Kulturen haben wir das Alondra Institute im spanischen Süden gegründet. Dort, im ehemaligen Al Andaluz, wo Christen,  Juden und Muslime 700 Jahre lang unter maurischer Herrschaft relativ friedlich und tolerant miteinander lebten, treffen sich Schriftsteller und Künstler, zunächst aus Europa und aus Nordafrika - später auch aus dem Nahen und Mittleren Osten -, um miteinander zu leben und zu arbeiten und uns anschließend ihre Erfahrungen zu vermitteln.

Es werden durch eine Jury jeweils zwei Aufenthalts- und Arbeits-Stipendien vergeben. Eigenbewerbungen für ein Stipendium sind nicht möglich.
Die Stipendiaten bewohnen mindestens vier Wochen lang gemeinsam die Villa Alondra in Conil de la Frontera an der Atlantikküste Südspaniens.

 

Während des gesamten Aufenthalts erhalten die Stipendiaten ein monatliches Fördergeld. Darüber hinaus werden die Kosten für die Hin- und Rückreise sowie für einen vierwöchigen Spanisch-Sprachkurs übernommen. Außerdem organisiert das Institut öffentliche Auftritte wie Lesereisen, Vorträge etc. Auch eine Zusammenarbeit mit Künstlern/Literaten/Musikern der näheren und weiteren Umgebung wird ermöglicht.

Mit seinen Stipendien möchte das ALONDRA INSTITUTE zu einem größeren Verständnis zwischen den unterschiedlichen Kulturen beitragen. Im verbalen oder künstlerischen Dialog von Kulturschaffenden aus verschiedenen Ländern können Wertvorstellungen ausgetauscht und verglichen, Missverständnisse und Stereotypen überwunden und neue Denkweisen angestoßen werden. Auf diese Weise wird eine gegenseitige kulturelle Wertschätzung gefördert.

 

Das ALONDRA INSTITUTE ist ein gemeinnütziger Verein. Seine Ziele sind, neben dem multikulturellen Dialog, eine gleichberechtigte Förderung von kulturschaffenden Migranten, sowie eine Sensibilisierung für die Genderproblematik.